Februar 2010

Driften macht Spass...

 

das durfte ich bei dem Wetter sehr schnell fest stellen. Die neuen Bighorn Geländereifen hatten bei Schnee auch etwas weniger Grip in den Kurven. Lag wohl an der geringeren Auflagefläche. Sie wühlen sich zwar überall durch und stecken bleiben ist damit fast unmöglich, aber bei zügiger Fahrt im Schnee und eventuell sogar noch Eis darunter, kann man mit einem kleinen Schlenker des eigenen Hinterteils sagenhafte Pirouetten zaubern.

 

 

Bei der ganzen Kurverei merkte ich plötzlich, dass der Koffer den ich mir anfangs gekauft hatte, zwar keine materiellen Mängel hatte, den Anforderungen einer etwas härteren Fahrweise aber nicht genügte. Wegen fehlender Unterteilungen im Innenteil flog der gesamte Inhalt in jeder Kurve durcheinander. Und nach einer Stunde ausgiebiger Drifts im Schnee war es nur noch ein Klumpen Zeug auf einer Seite des Koffers.

Ich hatte schon länger mit dem Big-Boss von ART geliebäugelt, weil er eigentlich aus 3 bzw. 4 Koffern bestand. Der große Heckkoffer mit den beiden Packtaschen und der kleine Koffer, den man entnehmen kann um ihn als Frontbox zu nutzen. Das schafft zudem eine kleine Ladefläche hinten. Die Firma Scooterhaven hat mir ein wirklich tolles Angebot gemacht und mir zudem angeboten, meinen gebrauchten Koffer für mich zu verkaufen. Da fiel die Entscheidung leicht.

 

 

 

Der mittlere, kleine Koffer war gerade groß genug, um die wichtigsten Sachen aufzunehmen. Verbandkasten, Warndreieck und -weste, Knarrenkasten, Regenkombi und ein paar Kleinteile, die man unterwegs eventuell mal braucht. Die seitlichen Packtaschen waren also zur freien Verfügung und so aufgeteilt rutscht auch nichts mehr durcheinander. Ich war zufrieden mit der Lösung. Zwei Getränkehalter waren auch noch dran und einige Möglichkeiten, durch Zurrbänder und Zuggummis noch zusätzliches Gepäck anzubringen wenn man mal länger unterwegs ist..

Vorne auf der "Motorhaube" befindet sich noch ein Staufach. Nicht groß, aber dennoch groß genug für das nötige Bordwerkzeug. Leider kann man es nicht abschliessen. Also im Baumarkt ein Briefkastenschloß gekauft, Loch gebohrt und einen kleinen Schlitz ins Chassis gefräst - war auch das Problem gelöst.

 

Im Cockpit ist dank des Handprotektors noch reichlich Platz für Schalter. Ausserdem gibt es am Quad kein Rückfahrlicht. Zwei Punkte, die in Kombination mit der Tatsache, dass ich oft rückwärts durch dunkle Einfahrten muss, zu einer Überlegung führten. Frei nach dem Motto "Gibts nicht - geht nicht" habe ich mir kurzerhand ein schaltbares Rückfahrlicht unter die hintere Staubox gebaut. Versehen mit einem Sicherheitsschalter, damit es nicht versehentlich an bleibt, wenn man unterwegs ist und einer Kontrollleuchte hab ich es dann Arbeitslicht genannt. Es handelt sich um eine kleine, 55 Watt starke Lampe, die den Heckbereich mehr als genug ausleuchtet.

 

Ja... und wo ich den Elektrokoffer gerade offen hatte, baute ich noch eine dritte Bremsleuchte an den dunklen Koffer. Ein kleines und unauffälliges String-LED was im dunklen aber einige hundert Meter weit erkennbar ist.

 

Als I-Tüpfelchen machte ich mir am hinteren, unteren Teil des Koffers noch eine Längsstrebe, die später mal zwei 2.5L Benzinkanister aufnehmen sollte. Weniger weil ich so weite und einsame Strecken unterwegs bin sondern mehr, weil ich eher selten auf die Tankanzeige gucke. *g*   Selbstverständlich hab ich die Strebe noch schwarz lackiert.

 

Last but not least...

Im Cectekforum hat mir Angel (Jürgen) einen Satz Fussrasten für den Beifahrer aus Motorkolben gebaut. Stylisch sind sie und Stil haben sie auch irgendwie. Das wurde auch schon anerkennend von einer Gruppe Harley-Fahrern bemerkt.

 

Mittlerweile kann man schon fast von einem "Custom-Bike" sprechen, wenn es auch vier Räder hat. Und das nach nur knapp 5 Monaten...