| Wie alles begann |
Ist eigentlich noch gar nicht so lange her.Im Sommer 2009, genauer gesagt im Juni, bekam ich zum Geburtstag von meinem Schatz einen Gutschein für eine geführte Quadtour geschenkt. Anfangs war ich davon noch gar nicht so begeistert, aber das sollte sich ändern. Hatte ich doch schon öfter mal angedeutet, dass ich das auch gerne mal ausprobieren möchte und auch bei meinem Reifenhändler schon bewundernd vor einer umgebauten Bombardier gestanden. Tja... das hatte ich nun davon. Ein Gutschein, gebucht über mydays im Internet und gültig für ganz Deutschland. Ich hatte bedenken. Alle mit denen ich jemals übers Quaddeln gesprochen hatte meinten "Lass die Finger davon, dass ist Gift für deinen Rücken" und so weiter... Nutzt ja nichts, denn da lag er vor mir, der Gutschein. Also machte ich mir Gedanken, wie, wo und wann ich den am sinnvollsten einlösen konnte. Nach reiflicher Überlegung und Recherche habe ich dann in der Nähe von Husum am letzten Samstag unseres Urlaubs in St-Peter-Ording gebucht.
Der Tag kam und schlecht ausgerüstet, mit gemischten Gefühlen fuhr ich von Ording ein paar Orte weiter zum Treffpunkt. Das Navi führte mich fast nur über Schleich- und Feldwege und somit war ich der letzte der dort ankam. Fängt ja gut an, dachte ich. Zuerst die Formalitäten erledigen, dann gab es eine kurze Einweisung mit anschließenden Proberunden auf dem Gelände des Veranstalters.
OK, das war einfach.
Es ging los. Zuerst in langsamen Tempo über schmale aber gut befestigte Strassen um sich an Kurven, Bremsen und Handling zu gewöhnen. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass ich durch meine späte Ankunft im wahrsten Sinne des Wortes das letzte Quad bekam. Es zog immer etwas nach links und der Tacho zeigte immer nur 0 an. Daraus folgte dann, dass sich die Linkskurven fast von alleine fuhren, man aber für Rechtskurven das Ding quasi reinprügeln musste. Es kam was kommen musste, in der ersten schnelleren engen Rechtskurve verschwand ich im Feld. Konnte aber noch rechtzeitig vor dem Stacheldrahtzaun bremsen. Mein Glück war, dass wir direkt nach der Kurve auf ein verlassenes Gelände kamen, wo wir nach Herzenslust üben konnten. Tja... und da... hat es mich gepackt. Fuhr vorher noch das Quad mit mir spazieren, von da an fuhr ich mit dem Quad spazieren. Das hat sich auch den Rest der Tour nicht geändert. Es ging über Felder, Feldwege, Wälder, Deiche und am Strand entlang.
Durch Heide (Stadt im Norden) zur Tankstelle. Auftanken und eine Currywurst verhaften. Nach rund 5 Stunden war die Tour leider schon zu Ende. Ich wollte eigentlich nicht absteigen und noch viel weiter fahren. Aber gut, dass ging natürlich nicht. Fazit: Ich war infiziert. Die zweite Woche meines Urlaubes wieder daheim, hab ich nicht viel mehr gemacht als über Quads zu lesen was ich finden konnte. Lange Rede kurzer Sinn: Am Ende der Woche war klar, es sollte eine Cectek Gladiator werden. Auch der Händler war bereits gefunden. Das Autohaus Richers in Bremerhaven sollte meine "Gladi" liefern. Und so kam ich knapp 3 Wochen nach der Tour zu einem eigenen Quad. Und genau so hat alles begonnen.
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